Erfahrungsberichte

Olympus OM-D EM 1

Zunächst dachte ich, die OM-D (also die erste OM-D (EM 5) würde bei der Sensorgröße die Latte ganz weit oben gelegt haben. Aber die neue OM-D (EM1) kann da noch zulegen. Das Gehäuse hat für meine Begriffe die idealen Reisekamera-Abmessungen. Gewicht, Größe und Handling sind auf Anhieb sympathisch. Mit dem neuen Zuiko 2,8/12-40 insgesamt eine harmonische Einheit.

Ich kaufe mir nicht dauernd neue Kameras denn ich habe ja Zugriff auf gebrauchte Kameras ohne Ende. Die EM 1 ist auch nicht meine einzige Kamera aber wenn ich nur eine behalten dürfte, sie wäre ganz oben an. Das Zuiko entspricht auf Vollformat (Kleinbild 24x36 bezogen) einem 2,8/24-80 mm. Ich brauche nicht zu erklären wie groß und kostspielig ein entsprechendes Objektiv für dieses Format sein müsste. Dazu das sensationelle 1,8/75, (entsprechend 1,8/150 mm) und man ist bestens ausgerüstet. Alles passt in eine kleine Tasche und drückt auf den ersten 10 Kilometern Spaziergang noch nicht.

Der elektronische Sucher ist verdammt gut und auch das Display lässt sich bei Tageslicht gut ablesen. Ich habe jetzt schon einige Excursionen mit der Kamera gemacht und einige tausend Fotos gemacht. Ich bin kein Fan von supergenauen Vergleichen und Linien und Pixel-Zähler, ich gehe danach, wie die Fotos am Computer aussehen und was man draus machen kann. Auch aus 16 Megapixeln kann man sagenhafte Vergrößerungen generieren.

Was macht an der EM-1 nun den Vorteil zu manch anderen Kameras aus?

Zunächst begeistert die Qualität der Objektive, nahezu keine Verzeichnung, schöne Hauttöne, ausgezeichnete Schärfe. Dazu klein und handlich und meist hochwertig im Finish. Das neue 1,8/25 kommt jetzt auf den Markt, auf das 2,8/40-150 müssen wir noch bis Ende des Jahres warten ... und da warten viele drauf.

Gerade jetzt im Gtümmel des venezianischen Karnevals an der Alster hat mich die OM-D EM 1 überzeugt. Ich hätt nicht gedacht, dass ich in der kurzen Zeit so viele scharfe Bilder hinbekomme, die Kamera so schnell fokussiert und sauber belichtet. Man kann auch schön unauffällig und aus unterschiedlichen Lagen fotografieren, dank dem Klappdisplay. Die Auslösung sehr dezent, die Bildstabilisation sehr hilfreich. Das Beste zum Schluss. Bei der Sichtung und Bearbeitung am heimischen Monitor merkt man erst, wie wenig man nachbearbeiten muss. Schärfe, Farben und Belichtung erstaunlich sicher. Die untercshiedlichen Programme und Komponenten in der Kamera arbeiten gut zusammen, zum Wohle des Fotografen.

Gibt es auch Nachteile? Nun ja, die OM-D EM 1 mit dem 12-40 ist mit 2199 Euro kein billiges Schnäppchen. Das kann sie auch nicht sein im Angesicht der gebotenen Leistung. Sie ist spritzwasser und stoßgeschützt und wenn man das 2,8/12-40 in den Vergleich miteinbezieht, passt es schon wieder. Das Menü ist auch recht umfangreich und erschließt sich nicht jedem Anwender in Kürze. Aber wenn man sich einmal drauf eingestellt hat, auch wieder nicht so wild. Ich kenne kein Menü, dass völlig ohne Problem daherkommt.

Fazit: Eine sehr handliche hochwertige Kamera mit überzeugender Leistung, die man nur ungern aus der Hand legt. Und für deutlich weniger Geld gibt es ja noch die OM-D EM 5 (mit 12-50 unter 1000 Euro) und neuerdings die EM 10 für unter 800 Euro (mit gleicher Sensor-Leistung).

Nachstehend noch einige Bildbeispiele: die oberen beiden Fotoos unbearbeitet aber auf 1000 Pixel reduziert, die darunter liegenden jeweils Ausschnitte.

Sony Alpha 7 R

Kurzbericht: Die neue Sony Alpha 7 R

Gerade neulich erst hörte ich von der neuen Sony Alpha 7 und 7 R. Dann wurde sie uns vorgestellt und mit reichlich Vorschusslorbeeren ausgelobt. Und seit einigen Wochen haben wir sie tatsächlich da, die Alpha 7 mit und ohne 28-70 Zoom und auch die Alpha 7 R ohne Tiefpassfilter und mit 36 Megapixel. Die ersten Vollformat-Systemkameras sind schon Meilensteine in der Fotowelt und ich glaube, sie werden Einiges in Bewegung bringen. Seit ein paar Tagen fotografiere ich mit der Sony 7 R und bin bisher eher erfreut als enttäuscht.

Bisher war ich damit noch nicht auf „großer Fototour“ aber Stadtspaziergänge damit machen wirklich Spaß. Trotz des Kleinbild-großen Sensors (paradox aber wahr) ist die Kamera nicht lästig. Ich nehme auch lieber eine Handschlaufe statt des Umhängegurtes und als Tasche eine kleine Billingham, in die noch ein zweites Objektiv und etwas Klöterkram passt.

Die Sony ist sehr wertig gemacht, Rädchen und Knöpfe machen einen stabilen Eindruck und rasten satt ein. Das Belichtungskorrekturrad sitzt an der richtigen Stelle. Das Display ist schön groß und klappbar, der elektronische Sucher bisher in der Spitzengruppe von Seinesgleichen. Das Auslösegeräusch ist für eine Systemkamera eher sportlich, allerdings muss auch eine große Fläche beackert werden. Die Scharfstellung ist ordentlich, bei Dunkelheit kann es ab und an etwas dauern bis der Fokus sitzt. Die Alpha 7 soll da besser scharfstellen als die 7 R.

Leider hatte ich die ganz neuen Zeiss-Objektive 4,0/24-70, das 2,8/35 und 1,8/55 noch nicht zur Verfügung. Das 1,8/24 aus der NEX-Reihe ist aber auch keine schlechte Alternative, bringt durch Umschaltung auf ein kleineres Format dann nur 15 Megapixel. Dann kommt aber ein wesentlicher Vorteil hinzu. Tausende älterer Kleinbildobjektive können per Adapter an der Sony verwendet werden. Nicht alle werden der hohen Auflösung der Alpha gerecht werden aber viele zeichnen sich durch ihre zum Teil erstaunlichen Eigenschaften aus. Die Alpha 7 Kameras laden zum Experimentieren ein. Interessante „Altlinsen“ mit hohen Lichtstärken werden wieder begehrt sein. Und im nächsten Jahr kommen mehr als 10 Sony Vollformat-Objektive für die Alpha auf den Markt.

Kurzum; da rollt noch jede Menge an Ereignissen und Aufgaben auf uns zu.

Die Bildergebnisse will ich noch nicht abschließend in den Himmel heben. Die dunkle Jahreszeit, das Wetter und mangelnde Fotogelegenheit haben noch keine riesigen Datenmengen angehäuft. Ich konnte und musste aber schon reichlich hohe ISO-Zahlen ausschöpfen. Die Ergebnisse bis jetzt und „was man so sagen kann“ sind eindrucksvoll.

Die hochwertigste Spiegelreflex, sie hat noch nicht ausgedient, aber gefährdet darf sie sich schon fühlen. Und anstrengen muss sie sich, um zukünftig zu bestehen.

Die Aufnahmen als Beispiel für hohe Isozahlen mit Zeiss 1,8/24, welches nur APS-C Format auszeichnet. Wenn passende Objektive lieferbar sind werde ich später neue Bilder nachliefern. Oberes Bild mit Ausschnitt ISO 4000, unteres dito mit ISO 6400.

Das Photohaus zwischen Colonnaden und Binnenalster hat für Sie geöffnet
Montags bis Freitags von 10-18 Uhr und Samstags von 10-16 Uhr

post@photohaus.de
(040) 35 31 34
(040) 34 26 53
© Photohaus Colonnaden
Große Theaterstr. 45
D-20354 Hamburg